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Betreff: „Gewalt kennt kein Offline“: Fachtag in Mühlhausen eröffnet Kampagne „handle-jetzt“ (02.11.26, ab 9:00 Uhr)

Medieninformation/Presseeinladung Stadtverwaltung Mühlhausen/Thür. 29.10.2026 „Gewalt kennt kein Offline“: Fachtag in Mühlhausen eröffnet Kampagne „handle-jetzt“ Fachleute aus Beratung, Justiz, Polizei, Politik und Wissenschaft beraten über digitale und häusliche Gewalt Digitale Gewalt ist eine zunehmende gesellschaftliche Herausforderung. Bedrohungen, Cyberstalking, Hassrede, digitale Überwachung sowie die missbräuchliche Verbreitung oder Manipulation von Bildern können Betroffene massiv belasten. Besonders eng ist die Verbindung zur häuslichen Gewalt: Kontrolle und Einschüchterung können über digitale Wege fortgesetzt werden – auch nach einer Trennung. Mit dem Fachtag „Gewalt kennt kein Offline – Gemeinsam gegen häusliche und digitale Gewalt“ am Montag, 2. November 2026, setzt Mühlhausen ein deutliches Zeichen gegen diese Formen der Gewalt. Die Veranstaltung bildet zugleich den offiziellen Auftakt der Kampagnenperiode „handle-jetzt“ 2026/2027 unter dem Motto „Schau hin“. Der Fachtag bringt Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die Sichtbarkeit bestehender Unterstützungsangebote sowie die weitere Vernetzung der Akteurinnen und Akteure in Thüringen. „Denn wirksamer Schutz vor Gewalt ist keine Aufgabe einer einzelnen Einrichtung. Er braucht abgestimmte Zusammenarbeit, fundiertes Wissen und verlässliche Zugänge zu Beratung und Unterstützung. Wir müssen hinschauen, Verantwortung übernehmen und Hilfsangebote sichtbar machen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns. Fachliche Einordnung und praktische Erfahrungen Das Programm verbindet wissenschaftlich-fachliche Perspektiven mit Erfahrungen aus Modellprojekten und konkreten Einblicken in die Arbeit von Beratungs- und Unterstützungsstellen. Dr. Helga Herzfeld von der Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention spricht über digitale Gewalt in Thüringen und die Anforderungen der Istanbul-Konvention. Catrin Heinrich, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gera, und Doreen Hillmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mühlhausen, stellen die Kampagne „handle-jetzt“ vor. Weitere Beiträge kommen von Nicole Franke vom Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt, die Erfahrungen aus einem Modellprojekt zu digitaler Gewalt einbringt, sowie von Katja Hopf, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Doppelpunkt e. V. und Mitveranstalterin des Fachtags. Sie informiert über ein Gewaltschutzkonzept und ein begleitendes Filmprojekt. Steffi Mayer, Leiterin der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Nordthüringen beim Caritasverband für das Bistum Erfurt e. V., gibt Einblicke in die Arbeit der Interventionsstelle. Luise Görlach, Referentin für Digitale Selbstbestimmung, E-Didaktik und Datenethik, erläutert, wie Cyberstalking erkannt, eine digitale Trennung gestaltet und Unterstützung gefunden werden kann. Jan Möller, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei elly – Beratung bei Hate Speech, widmet sich der Beratung und Unterstützung bei Hassrede. Moderiert wird der Fachtag von Nadja Sthamer, Thüringer Landesgleichstellungsbeauftragte. Podiumsdiskussion zu Schutz, Prävention und Unterstützung In der Podiumsdiskussion „Wie gehen wir mit digitaler Gewalt um?“ werden Perspektiven aus Politik, Justiz, Polizei und Fachpraxis zusammengeführt. Vorgesehen sind: * Dr. Johannes Bruns, Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen * Uwe Strewe, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, Referat 36 – Opferschutz und Soziale Dienste * Steffi Mayer, Leiterin der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Nordthüringen * Kriminaldirektor Detlef Grabs, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen * Katja Hopf, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Doppelpunkt e. V. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie digitale Gewalt erkannt und eingeordnet werden kann, welche Herausforderungen sich für Institutionen ergeben und wie Schutz, Prävention und Unterstützung verbessert werden können. Kurzfilm „ANS LICHT“ als besonderer Programmpunkt Ein besonderer Höhepunkt des Fachtags ist die Vorführung des Kurzfilms „ANS LICHT“. Der Film feierte am Samstag, 24. Oktober 2026, im Theater in Nordhausen Premiere und hat dort zahlreiche Menschen bewegt und Beteiligte aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt. Die erneute Vorführung in Mühlhausen bietet die Gelegenheit, seine Botschaft einem weiteren Publikum zugänglich zu machen und die Auseinandersetzung mit Gewalt, Solidarität und dem Brechen des Schweigens fortzusetzen. Informationsstände und regionale Vernetzung Ergänzend zu den Fachvorträgen, der Podiumsdiskussion und der Filmvorführung bieten Informationsstände die Möglichkeit, Beratungs- und Hilfsangebote aus dem Unstrut-Hainich-Kreis und darüber hinaus kennenzulernen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, die Pausen für Gespräche zu nutzen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Der Fachtag wird von der Stadt Mühlhausen und der Diakonie Doppelpunkt e. V. gemeinsam unterstützt. Die Veranstalter danken allen Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen Mitwirkenden, die zur Vorbereitung und Durchführung beitragen. Die zentrale Botschaft lautet: Gewalt kennt kein Offline. Deshalb müssen auch Prävention, Schutz und Unterstützung analog und digital zusammengedacht werden. Mehr Informationen zur Kampagne unter www.handle-jetzt.de Dort sind auch ganzjährig Informationen und die Kontakte zu rund 200 lokalen und überregionalen Beratungs- und Hilfsangebote zu finden. Presseinladung Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung über den Fachtag „Gewalt kennt kein Offline – Gemeinsam gegen häusliche und digitale Gewalt“ ein. Termin und Ort * Datum: Montag, 2. November 2026 * Beginn: 9:00 Uhr * Einlass und Ankommen: ab 8:30 Uhr * Ort: Förderschule „Janusz Korczak“ * Anschrift: Thomas-Müntzer-Weg 6, 99998 Mühlhausen, Ortsteil Höngeda Die Themen und den Ablaufplan finden Sie im beigefügten Programm. Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und bitten um vorherige Anmeldung unter •••@••• Für Rückfragen und Interviewwünsche stehen die Veranstalter vor Ort zur Verfügung. ++++++++++++++++++++++++++++ Kontakt: Stadt Mühlhausen I Pressereferentin I Anke Pfannstiel I Tel 03601 452 271 I E-Mail: •••@••• I www.muehlhausen.de

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