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Betreff: PM: Woche des Sehens: Erfurt sensibilisiert für mehr Rücksicht im öffentlichen Raum

Woche des Sehens: Erfurt sensibilisiert für mehr Rücksicht im öffentlichen Raum Ein abgestelltes Fahrrad, ein Werbeaufsteller oder andere Gegenstände auf dem Gehweg: Was für viele Menschen kaum auffällt, kann für Menschen mit Sehbehinderungen zu einem erheblichen Hindernis werden. Mit der Aktion "Bitte Weg frei" hat die Landeshauptstadt Erfurt gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband in der Erfurter Innenstadt auf die Bedeutung freier Wege und die Funktion von Blindenleitsystemen aufmerksam gemacht. Ziel der Aktion ist es, für die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderungen zu sensibilisieren und einen rücksichtsvollen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu fördern. Im Mittelpunkt standen das Sprühen von Piktogrammen mit Langstock an neuralgischen Punkten rund um den Bahnhof. Die in den Boden eingelassenen Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen dabei, sich sicher im öffentlichen Raum zu bewegen. Sie helfen bei der Orientierung und weisen unter anderem auf Querungen, Gefahrenstellen und Haltestellenbereiche hin. Werden diese Flächen durch Fahrräder oder andere Gegenstände verstellt, können sie ihre wichtige Funktion nicht mehr zuverlässig erfüllen. Hindernisse entstehen dabei nicht immer mit Absicht. Häufig fehlt das Bewusstsein dafür, welche Bedeutung die Leitsysteme haben und welche Folgen eine Blockade für Betroffene mit sich bringen kann. Genau hier setzt die Aktion "Bitte Weg frei" an: Sie macht auf alltägliche Situationen aufmerksam und zeigt, wie bereits kleine Veränderungen im eigenen Verhalten zu mehr Barrierefreiheit beitragen können. "Die Woche des Sehens ist ein wichtiger Anlass, um auf die Bedeutung von Blindenleitsystemen aufmerksam zu machen. Was für viele kaum auffällt, ist für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen unverzichtbar: Freie Wege bedeuten Orientierung, Sicherheit und Selbstständigkeit. Deshalb meine Bitte: Halten wir Blindenleitsysteme frei und achten wir im Alltag aufeinander. Denn Rücksicht schafft Teilhabe", betont Oberbürgermeister Andreas Horn, der die Aktion begleitete. Von hindernisfreien Wegen profitieren nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen. Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Personen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen sowie Menschen, die vorübergehend auf Gehhilfen angewiesen sind, benötigen ausreichend Platz, um sich sicher fortzubewegen. Die Aktion verdeutlicht daher: Barrierefreiheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Fahrräder an geeigneten Abstellplätzen, freigehaltene Gehwege und ein bewusster Umgang mit öffentlichen Flächen helfen, Hindernisse zu vermeiden und die selbstständige Mobilität möglichst vieler Menschen zu unterstützen. Foto von links: Joachim Leibiger, ehemaliger Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen, Romy Jünge, Rehabilitationslehrerin für Mobilität für Blinde und Sehbehinderte, Jana Voigt, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverbands Thüringen e. V, Kreisorganisation Erfurt, Jette Schäfer, Inklusionsmanagerin der Stadt Erfurt, Oberbürgermeister Andreas Horn, Bernd Gräser, Vorstandsvorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenverbands Thüringen e. V, Kreisorganisation Erfurt © Stadtverwaltung Erfurt/Anja Schultz Mit

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