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Betreff: PM: Leise lädt ein: Stadt Jena und MitmachFORUM werben für mehr Teilhabe durch die »Stille Stunde«

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Medien, Der 20. Oktober wurde in diesem Jahr zum dritten Mal als »Tag der nicht sichtbaren Behinderungen« begangen. Im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit haben die Stadt Jena und das MitmachFORUM der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit der Initiative Innenstadt e. V. auf die Bedürfnisse von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen und neurodivergenten Menschen aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Geschäfte und öffentliche Einrichtungen mit einfachen Maßnahmen Barrieren abbauen können. MitmachFORUM zur »Stille Stunde« In der Ernst-Abbe-Bücherei gab Andrea Kowallik vom Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen fachlichen Einblick in die Thematik. Ergänzt wurde ihr Beitrag durch persönliche Erfahrungen von Betroffenen und praktische Einblicke von Gewerbetreibenden, die das Konzept der »Stillen Stunde« bereits umsetzen. Durch die Veranstaltung und den Austausch zwischen den Beteiligten führte Dr. Julia Fischer als Moderatorin. Dabei ging es insbesondere darum, wie sich der Alltag für Menschen mit besonderer Reizempfindlichkeit erleichtern lässt und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben. Denn was für viele Menschen zum Alltag gehört, kann für andere zur Herausforderung werden: Grelles Licht, Lärm, Warteschlangen oder intensive Gerüche können schnell zu Barrieren werden – im Supermarkt ebenso wie im Restaurant oder in öffentlichen Einrichtungen. Das betrifft auch einen Teil der Kundschaft, der solche Orte deshalb möglicherweise meidet. Genau hier setzt die »Stille Stunde« an. Unter diesem Begriff werden Maßnahmen zusammengefasst, die für eine reizärmere Umgebung sorgen und damit Teilhabe erleichtern. Das kann eine Stunde sein, in der auf Hintergrundmusik verzichtet und das Licht gedimmt wird. Aber auch andere, oft unkomplizierte Veränderungen können helfen. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen oder besonderer Reizempfindlichkeit, sondern alle, die sich eine ruhigere Umgebung wünschen. Kampagne: »Leise lädt ein« Mit der Kampagne »Leise lädt ein« möchten die Stadt Jena und ihre Partner weitere Geschäfte und Einrichtungen dafür gewinnen, das Konzept der »Stillen Stunde« aufzugreifen. Schon kleine Veränderungen können dazu beitragen, dass sich mehr Menschen willkommen fühlen und Angebote selbstständig nutzen können. Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima, betont: „Für Menschen mit neurologischen Krankheiten oder chronischen Schmerzen kann die Stille Stunde den Ausschlag geben, ob sich der eigene Alltag ruhig und selbstbestimmt gestalten lassen kann. Wir hoffen, dass sich viele Akteure auf den Weg machen und sich die Stille Stunde in Jena etabliert: Für weniger Reize, mehr Ruhe und mehr Teilhabe.“ Interessierte Gewerbetreibende und Einrichtungen können sich mit Fragen und Anregungen an •••@••• wenden. Das MitmachFORUM Jena ist eine gemeinsame Initiative der Friedrich-Schiller-Universität und der Stadt Jena für mehr Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Seit 2025 diskutieren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Forschenden in verschiedenen Veranstaltungsformaten über aktuelle Themen und entwickeln Ideen für Stadt und Region. Die »Stille Stunde« zeigt beispielhaft, wie aus diesem Austausch konkrete Anregungen für einen inklusiveren Alltag entstehen können.  Im Bild: Herr von Rein von der Selbstvertretung spricht über Herausforderungen neurodivergenter Menschen © Marvin Rosé ————————————————————————————— Mit

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