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Vogelsbergkreis fordert ausreichende Finanzierung für das LEADER-Programm

Landrat Jens Mischak verweist auf Unterstützung für Ehrenamt, Kommunen und Wirtschaft sowie auf die mögliche Mittelkürzung im mehrjährigen EU-Finanzrahmen

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_10A3140..CR3© Redaktion Vogelsberg (Pressemitteilung)

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Der Vogelsbergkreis dringt auf eine ausreichende Finanzierung des LEADER-Programms in den kommenden Jahren. Landrat Dr. Jens Mischak, zugleich Vorstandsvorsitzender des Vereins Region Vogelsberg, verweist auf die Bedeutung des Förderinstruments für Ehrenamt, Kommunen und Wirtschaft in der Region.

Nach Angaben des Landrats hat das Programm im Vogelsbergkreis unter anderem neue Tischtennisplatten, Treffpunkte für Jung und Alt, Veranstaltungstechnik, Betriebserweiterungen sowie die Anschaffung neuer Maschinen ermöglicht. Teilweise seien damit Investitionen im sechsstelligen Euro-Bereich und die Schaffung neuer Stellen verbunden.

Forderung mit Blick auf EU-Finanzrahmen

Hintergrund sind die aktuellen Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen. Wie der Vogelsbergkreis mitteilt, werden Agrar- und Förderpolitik derzeit umstrukturiert. Eine mögliche Folge könne sein, dass den LEADER-Regionen künftig weniger Geld zur Verfügung steht.

Dr. Mischak fordert deshalb ein klares Bekenntnis auf EU-Ebene und eine umfassende finanzielle Ausstattung des Programms. Er betont, dass LEADER im Vogelsbergkreis seit Jahren zur Daseinsvorsorge beitrage und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land fördere.

6,3 Millionen Euro in der laufenden Förderperiode

In der aktuellen Förderperiode, die laut Mitteilung noch bis ins kommende Jahr reicht, sind nach Angaben des Landrats rund 6,3 Millionen Euro in die Region geflossen. Dazu zählt auch das LEADER-Regionalbudget. Darüber können in der Region Vogelsberg Projekte von bis zu 10.000 Euro unkompliziert unterstützt werden.

Dieses Regionalbudget helfe mit seinem Schwerpunkt auf Vereins- und Jugendarbeit besonders ehrenamtlichen Initiativen und Kommunen bei der Umsetzung, etwa von Freizeit- oder Kulturprojekten.

Bei Projekten mit Investitionen ab 10.000 Euro stehen demnach vor allem die Daseinsvorsorge, die wirtschaftliche Entwicklung sowie Naherholung, ländlicher Tourismus und Bioökonomie im Mittelpunkt. Seit 2023 seien hier insgesamt 107 Projekte unterstützt worden.

Bedeutung für den ländlichen Raum

Für den ländlich strukturierten Vogelsbergkreis ist die LEADER-Förderung nach Einschätzung des Landrats ein wichtiger Gewinn. Sollten künftig weniger Mittel bereitgestellt werden, würden aus seiner Sicht einige Projekte nicht umgesetzt. EU, Bund und Land seien daher gefordert, das Programm mit einem klaren Bekenntnis für den ländlichen Raum umfassend zu finanzieren.

Hessische LEADER-Regionen legen Positionspapier vor

Auch der Zusammenschluss der hessischen LEADER-Regionen setzt sich nach Angaben des Vogelsbergkreises auf EU-Ebene für den Erhalt des Programms ein. Das Netzwerk hat demnach Unterschriften gesammelt und gemeinsam mit einem Positionspapier an Landes- und EU-Politik übergeben.

Das Bündnis wirbt für eine umfassende und kontinuierliche Finanzierung. Zur Begründung verweist es darauf, dass hessenweit zwischen 2023 und 2025 insgesamt 176 Unternehmen gefördert und mehr als 1.000 Projekte über das Regionalbudget unterstützt werden konnten. In den zurückliegenden Jahrzehnten seien durch Fördermaßnahmen zudem mehr als 1.200 Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen worden.

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