Falscher Kriminalbeamter fordert 15.000 Euro: Seniorin in Erfurt ausgetrickst

Polizei warnt vor professionellem Auftreten: Anruf mit Vorwand führt zur Überweisung auf ein angebliches Sperrkonto

Betrugsfall in Erfurt: Seniorin verliert 15.000 Euro an falschen Kriminalbeamten

Mit der Masche des falschen Polizeibeamten haben Unbekannte am Montagnachmittag, 3. August 2026, eine 86 Jahre alte Frau in Erfurt um 15.000 Euro gebracht. Nach Angaben der Polizei meldete sich gegen 14 Uhr telefonisch ein Mann bei der Seniorin und gab sich als Kriminalbeamter „Herr Kaiser“ aus.

Der Anrufer behauptete, mit den Bankdaten der Frau sei ein Betrug begangen worden. Im weiteren Gespräch überzeugte er sie davon, ihr Geld zur Sicherung auf ein angebliches Sperrkonto zu überweisen.

Seniorin schöpfte zunächst Verdacht

Die 86-Jährige wurde während des Telefonats misstrauisch und wählte nach Polizeiangaben den Polizeinotruf. Als eine Streife kurze Zeit später ihre Wohnanschrift aufsuchte, war die Frau jedoch bereits auf dem Weg zu ihrer Bank und veranlasste dort die Überweisung.

Auch als die Beamten sie anschließend telefonisch erreichten, sei die Seniorin weiterhin davon überzeugt gewesen, mit einem echten Kriminalbeamten gesprochen und richtig gehandelt zu haben. Erst später erkannte sie den Betrug.

Polizei warnt vor professionellem Auftreten der Täter

Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger bei dieser Masche äußerst professionell und überzeugend vorgehen. Nach den Angaben setzen sie ihre Opfer gezielt unter Druck, bauen Zeitdruck auf und versuchen, Zweifel im Gespräch sofort auszuräumen.

Nachdrücklich stellt die Polizei klar, dass sie niemals dazu auffordert, Geld auf angebliche Sperrkonten zu überweisen oder Vermögenswerte in Sicherheit zu bringen.

So sollten Betroffene reagieren

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden, auflegen und selbst den Polizeinotruf 110 oder die bekannte Rufnummer der zuständigen Polizeidienststelle wählen.

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