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Stolperstein-Verlegung in Mühlhausen: der 78. Stein für Pastor Friedrich Zippel

In Mühlhausen wird nach mehrjähriger Pause wieder ein Stolperstein verlegt.

Die Verlegung findet als 78.

Stolperstein in der Stadt Mühlhausen statt.

Die Stadt nennt Grabe als Ort für die Verlegung.

Grabe ist nach Angaben erstmals ein Ortsteil für eine Stolperstein-Verlegung.

Die Stadt Mühlhausen und der Christlich-Jüdische Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen setzen ein Zeichen.

Nach eigenen Angaben soll das Zeichen eine lebendige Gedenkkultur unterstützen.

Die Verlegung ist für Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 12 Uhr geplant.

Der geplante Ort ist die Hauptstraße 26 im Ortsteil Grabe.

Die Verlegung soll vor dem ehemaligen Wohnhaus von Pastor Zippel stattfinden.

In dem Gebäude befindet sich heute ein Kindergarten.

In den vergangenen Monaten recherchierten Ehrenamtliche aus Mühlhausen die Lebensbiografie von Pastor Friedrich Zippel.

Die Ehrenamtlichen bereiteten die Lebensbiografie nach eigenen Angaben vor.

Pastor Friedrich Zippel wohnte und wirkte in Grabe.

Er schloss sich der Bekennenden Kirche an.

Am 8. April 1941 verhafteten die Behörden Pastor Friedrich Zippel.

Die Behörden brachten ihn in das Gestapo-Gefängnis auf dem Petersberg in Erfurt.

Am 13. Juni 1941 deportierten die Behörden Pastor Zippel in das Konzentrationslager Dachau.

Pastor Zippel überlebte die Haft.

Im April 1945 kehrte er in seine Pfarrstelle zurück.

Die Stadt Mühlhausen lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme ein.

Auch der Christlich-Jüdische Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen lädt zur Teilnahme ein.

Hintergrund zu Stolpersteinen

Im Jahr 2010 begann die Stadt Mühlhausen mit Stolpersteinen zu erinnern.

Die Stadt wollte an Mühlhäuser Schicksale während des Holocaust erinnern.

Sämtliche bisher verlegten Steine finanzierte die Stadt über Spenden.

Die Spenden kamen von Bürgerinnen und Bürgern aus Mühlhausen.

Stolpersteine sind ein Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Die Tafeln sind klein und quadratisch.

Die Tafeln bestehen aus Messing.

Die Tafeln erinnern nach Angaben an verfolgte Menschen.

Die Tafeln erinnern an Menschen, die ermordet wurden.

Die Tafeln erinnern an Menschen, die deportiert wurden.

Die Tafeln erinnern an Menschen, die vertrieben wurden.

Die Tafeln erinnern an Menschen, die in einen Suizid getrieben wurden.

In der Regel verlegt der Künstler die Tafeln in den Gehweg.

Die Tafeln verlegt er vor dem letzten frei gewählten Wohnhaus der Verfolgten.

Nach Angaben des Stolperstein-Projekts wurden bisher mehr als 107.000 Stolpersteine verlegt.

Die Zahl bezieht sich auf rund 1.900 Kommunen in Europa.