Bachdenkmal am Frauenplan: Neue Rundbänke laden zum Verweilen ein
Das Umfeld des Bachdenkmals am Eisenacher Frauenplan ist neu gestaltet worden. Oberbürgermeister Christoph Ihling und Bachhaus-Direktor Dr. Jörg Hansen weihten den Platz am Sonntag, 1. November, im Beisein zahlreicher Gäste ein. Neue Rundbänke ermöglichen es, das Denkmal wieder direkt zu umrunden.
Für die Bänke kamen Spenden in Höhe von insgesamt 13.843,79 Euro zusammen – genau so viel, wie für ihre Anschaffung benötigt wurde. Sechs Großspender gaben jeweils mindestens 2.000 Euro: der Rotary Club Eisenach, die VR Ihre Heimatbank e.G., die EVB Eisenacher Versorgungsbetriebe, Dr. Uwe und Dr. Petra Möller, die Neue Bachgesellschaft e.V. sowie das Bachhaus Eisenach.
Ihre Namen stehen auf Plaketten an den Bänken. Auch die vielen Bürgerinnen und Bürger, die kleinere Beträge gespendet haben, werden gemeinsam auf einer Plakette als „Bürgerinnen und Bürger von Eisenach“ gewürdigt. Weitere Spenden kamen aus Dresdenexterner Link, öffnet ein neues Fenster und Naumburg: Dortige Spender steuerten 100 beziehungsweise 200 Euro bei.
Platz wird barriereärmer
Die Neugestaltung folgt einem Entwurf des Eisenacher Architekten Max von Trott zu Solz. Im ersten Bauabschnitt wurden die frühere Natursteinmauer, der schmiedeeiserne Zaun und die Rasenfläche rund um das Denkmal entfernt. Der Rückbau der Grünfläche soll die Bronze-Skulptur besser vor Feuchtigkeit schützen und schädlichen Flechten, Krusten sowie übermäßiger Patina vorbeugen.
Der Zaun mit Bach-Monogramm stammt aus der Werkstatt des Eisenacher Kunstschmieds Günther Laufer. Der Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs ließ ihn restaurieren; die Peter-Mädler-Stiftung unterstützte die Restaurierung. Der Zaun begrenzt nun das Beet entlang der Stützmauer hinter dem Denkmal.
Für die Rundbänke wurde eine ebene Fläche mit sanftem Gefälle geschaffen. Das Gefälle des gesamten Platzes sank von zwölf auf etwa sechs Prozent. Die Veränderung verbessert die Barrierefreiheit und erleichtert den Besuch für Menschen mit Gehhilfen oder Rollstühlen sowie für Familien mit Kinderwagen. Ein neues Geländer an der Zuwegung zum Museum soll noch montiert werden. Der Platz ist nach dem Einbau der Bänke gepflastert worden.
Weitere Arbeiten stehen noch aus
Die Mauerkrone der Stützwand hinter dem Denkmal soll Abdeckplatten und ein kleines Geländer erhalten; schadhafte Stellen der Stützmauer werden instand gesetzt. Geplant ist außerdem, den Betonsockel des Denkmals mit Natursteinen zu verkleiden. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, liegen noch Holzbalken im Pflaster. Erst anschließend kann der Bereich direkt zu Füßen des Denkmals fertig gepflastert werden.
Der Eisenacher Stadtrat bewilligte jüngst 190.000 Euro für die Bauarbeiten. Für den letzten Bauabschnitt sind weitere Spenden willkommen. Sie können an die Stadtverwaltung Eisenach, Fachbereich Infrastruktur, bei der Wartburg-Sparkasse überwiesen werden. Als Verwendungszweck ist „Spende Restaurierung Umfeld Bachdenkmal“ angegeben. Die IBAN lautet DE95 8405 5050 0000 0426 41.
Das Denkmal des Bildhauers Adolf von Donndorf wurde am 27. September 1884 eingeweiht. Es gilt als erstes figurales Johann-Sebastian-Bach-Denkmal. Zum 101. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft, das Eisenach vom 22. bis 31. Oktober 2027 ausrichtet, soll das Umfeld vollständig neu gestaltet sein.
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