Eisenach vernetzt Unternehmen – Holzquartier an der Schützenstraße geplant

Eisenachs Wirtschaftsförderung vernetzt Unternehmen und Investoren und begleitet Projekte zu Holzbau, Ausbildung und Energie. Am 29. Oktober ist ein Austausch im GIS angekündigt.

Von Eisenachs Redaktion3 Min. Lesezeit
Porträt von Michael Frisch, dem städtischen Wirtschaftsförderer.

© Stadt Eisenach/Ulrike Miksch

© Stadt Eisenach/Ulrike Miksch

Eisenachs Wirtschaftsförderer Michael Frisch bringt Unternehmen, Investoren, Immobilienbesitzer und Fachleute zusammen. Die Themen reichen von konkreten Fragen einzelner Betriebe bis zu Projekten in den Bereichen Holzbau, Ausbildung und Energie. Eine Gelegenheit zum Austausch mit Hochschulen und Netzwerkpartnern bietet eine Veranstaltung am 29. Oktober im Gründer- und Innovationszentrum Stedtfeld (GIS).

Unterstützung für Betriebe und Holzbauprojekt

Die Wirtschaftsförderung unterstützt Unternehmen auch bei konkreten Vorhaben: Ein Handwerksbetrieb möchte expandieren, ein technischer Dienstleister plant eine Lkw-Prüfstation in Eisenach und ein Pflegedienst sucht ein Objekt für betreutes Wohnen. Dabei geht es unter anderem um fehlendes Eigenkapital für eine neue Halle und die Frage, ob sich eine Immobilie rechtlich für eine Umnutzung eignet.

Im geplanten Wohngebiet an der Schützenstraße soll ein Modellquartier aus Holzhäusern entstehen. Die Wirtschaftsförderung hat dafür Investoren, die Baugrundstücke verkaufen möchten, mit einer örtlichen Zimmerei zusammengebracht, die sich auf Holzbau spezialisieren will. Nach Angaben der Stadt könnten die Einfamilienhäuser 20 bis 25 Prozent günstiger sein als konventionelle Bauten, ohne Qualitätsverlust.

Mit dem Vorhaben bewirbt sich Eisenach als Praxispartner für das geplante Kompetenzzentrum Holzbau und nachwachsende Rohstoffe. Es soll im Rahmen eines Forschungsprojekts der Fachhochschule Schmalkalden in Suhl entstehen. Beteiligt ist außerdem ein holzverarbeitendes Unternehmen aus der Wartburgregion, das Erfahrung mit Bauholz aus Buche hat.

Bildungscampus und berufliche Orientierung

Im Berufsschulzentrum im Palmental könnte gemeinsam mit der Tischlerinnung das Berufsfeld Bautechnik und Holz angeboten werden. Als weitere Bestandteile eines sichtbarer werdenden Bildungscampus nennt die Stadt Workshops im Gründer- und Innovationszentrum Stedtfeld, Studiengänge an der Dualen Hochschule am Wartenberg und die berufliche Ausbildung im Palmental.

Zusammen mit der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen plant die Stadt zudem ein Schülerforschungszentrum. Das Netzwerk „Schule und Wirtschaft“ bereitet junge Menschen auf eine Berufsausbildung in der Region vor. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung sehen viele Unternehmen Engpässe bei den Kenntnissen von Schulabgängern in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Einige Betriebe bieten deshalb bereits Vorkurse für angehende Auszubildende an.

Die German Professional School eines privaten Bildungsträgers bereitet junge Migrantinnen und Migranten auf eine Ausbildung vor. Der Schwerpunkt soll sich stärker auf diejenigen verlagern, die bereits längere Zeit in Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster leben.

Energie, Innenstadt und Standortmarketing

Ein Unternehmen für erneuerbare Energien und ein örtlicher Logistiker haben gemeinsam einen Fördermittelantrag für eine Wasserstofftankstelle in Eisenach gestellt. Vorgesehen sind auch wasserstoffbetriebene Lkw. Die Stadt sieht Chancen auf eine Bundesförderung in Millionenhöhe.

Für die Innenstadt entwickelt die Stadt gemeinsam mit dem Gewerbeverein Ideen gegen Ladenleerstand. Derzeit wird geprüft, ob während des Weihnachtsmarktes kostengünstigeres Parken möglich ist. Außerdem plant die Wirtschaftsförderung eine neue Webseite mit modernem Corporate Design, ein Content-Management-System und einen KI-gestützten Chatbot für Investoren, Unternehmen und Existenzgründer. Die Steuerung des neuen Standortmarketings soll das GIS übernehmen.

Im Projekt „Zusammen ins Land“ kooperiert die Stadt mit Eisenacher Arztpraxen, die Medizinstudierende während ihrer Pflichtpraktika als Lehrpraxen betreuen. Die Stadt unterstützt die Studierenden finanziell bei der Wohnungsmiete.

Sprechstunde und Kontakt

Michael Frisch bietet jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde im Bürgertreff „Mittendrin“, Markt 23, an. Die Wirtschaftsförderung ist unter der Telefonnummer 03691 670-145 und per E-Mail an [email protected] erreichbar; ihre Adresse lautet Markt 2, Eisenach.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite der Wirtschaftsförderungexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Die Veranstaltung am 29. Oktober im GIS in Stedtfeld soll regionale Unternehmen mit Hochschulen und Netzwerkpartnern zusammenbringen.

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