Drei Tiger leben jetzt im Tierpark Gotha

Drei Tiger leben jetzt im Tierpark Gotha: Mara und Nashik teilen sich eine Anlage, Aurora hat einen eigenen Bereich.

Von KulTourStadt Gotha GmbH2 Min. Lesezeit
Tiger Nashik im Tierpark Gotha.

© KulTourStadt Gotha GmbH – Foto: Alexander Bley

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Im Tierpark Gotha leben nun drei Tiger: Die 13-jährige Mara und ihr zehnjähriger Sohn Nashik wurden am 30. Oktober 2026 vorgestellt. Beide teilen sich eine neu gestaltete Anlage. Die zehnjährige Aurora bewohnt einen eigenen Bereich. Sie war bereits im Juni nach Gotha gekommen.

Mara und Nashik stammen aus dem ehemaligen Filmtierpark Eschede. Nach dessen Schließung wurden sie vorübergehend in der spanischen Auffangstation Primadomus der Tierschutzorganisation AAP betreut. Am 15. Oktober kamen sie in Gotha an und erhielten zunächst Zeit, sich an ihre neue Umgebung und ihre Bezugspersonen zu gewöhnen. Mutter und Sohn waren bereits in Spanien wieder zusammengeführt worden und verbringen auch in Gotha viel Zeit miteinander.

Mara ist die Tochter der im Mai verstorbenen Tigerin Indira, Nashik deren Enkel. Mit der Aufnahme von Mutter und Sohn setzt der Tierpark die bereits mit Indira begonnene Übernahme von Verantwortung für diese Tiere fort.

Haltung nach den Bedürfnissen der Tiere

Die Anlage für Mara und Nashik bietet Klettermöglichkeiten, Kratzbäume, erhöhte Holzhäuser und Wasserbecken. Im Tigerhaus gibt es geschützte Rückzugsbereiche und eine Fußbodenheizung. Bei Bedarf können beide Tiere jeweils eigene Innen- und Außenbereiche nutzen. Zur Fütterung werden sie getrennt, damit jedes Tier seine vorgesehene Portion in Ruhe aufnehmen kann. Nashik wurde kastriert, um eine Fortpflanzung zwischen den verwandten Tieren auszuschließen.

Aurora kam aus dem Serengeti-Park Hodenhagen nach Gotha. Sie hatte dort mit mehreren Tigern zusammengelebt; zunehmende Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe machten die Suche nach einem neuen Lebensplatz erforderlich. Der Tierpark bot ihr die nach Indiras Tod frei gewordene Anlage an. Aurora bewohnt das für die Tigerhaltung umgebaute ehemalige Bärengehege mit eigenem Tigerhaus und wird unabhängig von Mara und Nashik gehalten.

Tiger leben in freier Wildbahn überwiegend als Einzelgänger. Ob Tiere in menschlicher Obhut gemeinsam gehalten werden können, hängt von ihrer individuellen Verträglichkeit ab. Die beiden Anlagen ermöglichen dem Tierpark, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Tiere Rechnung zu tragen.

Patenschaften und weitere Vorhaben

Rüdiger Topf, Geschäftsführer der rp Gotha GmbH und als Architekt an der Planung der Tigeranlagen beteiligt, hat die Patenschaft für Aurora übernommen. Maximilian Fulsche, Geschäftsführer der Bystronic Maschinenbau GmbH Gotha, ist Pate von Mara. Die ehemalige Tierparkleiterin und Fachtierärztin für Zoo-, Wild und Gehegetiere Dr. Angelika Wimmer begleitet Nashiks weiteren Weg als Patin.

Zusätzlich zu Fulsches persönlicher Patenschaft besteht eine Partnerschaft zwischen Bystronic und dem Tierpark. Das Unternehmen unterstützt die Einrichtung seit einer Spendenaktion zum Thüringentag 2025. Bystronic schenkte dem Tierpark außerdem einen lebensgroßen Stahltiger, der im Juni auf dem Gelände aufgestellt wurde.

Auf die neue Tigeranlage sollen nach Angaben von Tierparkleiter Patrick Prüß zahlreiche große und kleine Projekte folgen. Als Nächstes steht die Fertigstellung des neuen Besucherparkplatzes an; auch der Eingangsbereich wird derzeit umgestaltet. Darüber hinaus sollen die Haltungsbedingungen weiter verbessert und die Tieranlagen für Tiere und Gäste attraktiver gestaltet werden.

Die wildlebenden Bengaltiger, auch Königstiger genannt, leben vor allem in Indien sowie in Nepal, Bhutan und Bangladesch. Wilderei und der Verlust ihrer Lebensräume gefährden ihr Überleben. Tiger gelten weltweit als stark gefährdet.

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