Drei Projekte aus Saalfeld-Rudolstadt erhalten jeweils 5000 Euro

Drei Projekte aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt erhalten beim Wettbewerb „machen!2026“ je 5.000 Euro für Jugendbeteiligung und Reparaturhilfe.

Von Redaktion LK Saalfeld-Rudolstadt2 Min. Lesezeit

Drei Projekte aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind beim bundesweiten Engagement-Wettbewerb „machen!2026“ ausgezeichnet worden. Die Preise wurden am 29. September im Berliner Stadion „An der Alten Försterei“ übergeben. Jedes der Projekte erhält 5.000 Euro.

In diesem Jahr gehörte Björn Elsen von der Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt erstmals der neunköpfigen Jury an. Bei der Preisverleihung kündigte er die Kategorie „NextGen engagiert – Junge Menschen gestalten ihre Zukunftsräume“ an und übergab die Preise.

Fonds für Ideen junger Menschen

In der Kategorie „NextGen engagiert“ wurde der Demokratiefonds Jugend Schwarzatal: Mitreden. Mitgestalten. Mitentscheiden ausgezeichnet. Die Zukunftswerkstatt Schwarzatal und das Jugendwerk Schwarzatal haben dafür einen Jugendfonds eingerichtet. Kinder ab zehn Jahren und Jugendliche bis 22 Jahre können Ideen für mehr Demokratie, Weltoffenheit und Gastlichkeit im Schwarzatal einreichen. Statt eines langen Antrags genügt eine halbe Seite, handschriftlich oder als Sprachnachricht.

Ebenfalls in dieser Kategorie prämiert wurde Dein Ehrenamt in Rudolstadt: Vorbilder mit Erfahrung. An der Friedrich-Adolf-Richter-Schule werden Jugendliche zu Botschafterinnen und Botschaftern für Engagement. Sie sind ehemalige Teilnehmende des bundesweiten Projekts HERAUSFORDERUNG einfach machen und haben dort eine selbstgewählte Herausforderung gemeistert und ihre Komfortzone verlassen. Diese Erfahrung geben sie weiter; unterstützt werden sie von einer Lokalkoordinatorin in Thüringen. Laut Mitteilung gestalten 150 junge Menschen in Rudolstadt und Umgebung so das Miteinander in der Region.

Reparaturhilfe auf zwei Rädern

In der Kategorie „Lebensraum gestalten“ wurde das Mobile Reparaturcafé Rudolstadt mit dem Motto Gegenwind für die Wegwerfgesellschaft ausgezeichnet. Die AWO Rudolstadt e. V. erweitert das seit April bestehende Reparaturcafé um einen mobilen Ansatz. Ein mit Werkzeug, Stromkabeln, Klapphockern und Kaffeekanne ausgestattetes Lastenrad soll Menschen erreichen, die weniger mobil sind. Beim gemeinsamen Schrauben, Löten und Flicken tüfteln Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zusammen. So sollen Alltagsgegenstände ein zweites Leben erhalten.

Beim Wettbewerb „machen!“ wurden 207 Projekte aus ländlichen Regionen Ostdeutschlands geehrt. Mehr als 1.000 gemeinnützige Organisationen aus den fünf ostdeutschen Bundesländern hatten sich beworben. Der Wettbewerb wurde 2026 zum vierten Mal von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt durchgeführt. Er wird 2027 fortgesetzt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter machen-wettbewerb.de. Informationen zu den Projekten: Zukunftswerkstatt Schwarzatal, AWO Rudolstadt und HERAUSFORDERUNG einfach machen.

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