Horst Fleischer, langjähriger Direktor der Heidecksburg, ist gestorben

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt trauert um Horst Fleischer, den langjährigen Direktor des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg und Ehrenbürger der Stadt Rudolstadt. Fleischer starb am 16. Oktober 2026, kurz vor seinem 90. Geburtstag.
„Wir haben einen klugen Kopf und eine gewichtige Stimme für die Kultur verloren“, sagte Landrat Marko Wolfram. Das Mitgefühl des Landkreises gelte der Familie; Fleischer werde in bleibender Erinnerung behalten, so Wolfram.
Fleischer leitete die Staatlichen Museen Heidecksburg von 1986 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2002. Nach der politischen Wende war er im November 1990 erneut zum Direktor berufen worden. In seiner Amtszeit wurden unter anderem Restaurierungsarbeiten im Festsaal abgeschlossen, die Hofküche und die Schlossbibliothek als Ausstellungsmöglichkeiten eingerichtet und Planungen zur Wiederherstellung des Schlossparks sowie zur Sicherung von Gebäudeteilen vorangebracht.
Der Historiker und Theologe war 1967 nach Rudolstadt gekommen. Dort arbeitete er zunächst im Thüringischen Staatsarchiv und später als Leiter der Cotta-Galerie. Neben seiner Museumsarbeit hielt er Vorträge zur Literatur, zur Geschichte der Residenz, zur Regionalgeschichte und zur Denkmalpflege. 2016 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde Rudolstadts verliehen.
Zu den von ihm angestoßenen Vorhaben gehörte auch die Gründung des „Freundeskreis Heidecksburg“ im Jahr 1991. Ausstellungen wie „Das Schwarzburger Militär“, „Die Schwarzburger im Mittelalter“, „Residenzkultur in Rudolstadt“ und „Volkstedter Porzellan“ machten die Regional- und Kulturgeschichte einem breiteren Publikum zugänglich.
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