Erfurt markiert Radwege gegen Geisterradeln

Wer auf Erfurts Radwegen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fährt, kann an Einmündungen und Grundstückszufahrten leicht übersehen werden. Die Stadtverwaltung bringt deshalb an ausgewählten Stellen zusätzliche Piktogramme und Markierungen auf dem Straßenbelag an.
Besonders gefährlich ist das Radeln auf der linken Straßenseite entgegen der Fahrtrichtung: Autofahrerinnen und Autofahrer, die aus einer Seitenstraße oder Grundstückszufahrt auf eine Vorfahrtstraße einbiegen, schauen beim Heranfahren häufig zunächst nach links. Von rechts kommende Radfahrende können ihnen dadurch entgehen.
Die Markierungen sollen direkt im Verkehrsraum an die vorgeschriebene Fahrtrichtung erinnern. Sie kommen an Abschnitten zum Einsatz, an denen besonders häufig entgegen der Fahrtrichtung gefahren wird. Die Stadt verweist außerdem auf ein Forschungsvorhaben der Fachhochschule Erfurt, das Verhaltensweisen und infrastrukturelle Bedingungen des Radverkehrs im Stadtgebiet untersucht.
Radwege dürfen grundsätzlich nur in der jeweils vorgeschriebenen Richtung genutzt werden. In beide Richtungen ist die Fahrt nur erlaubt, wenn eine entsprechende Beschilderung dies ausdrücklich freigibt. Wer unerlaubt auf der falschen Seite fährt, muss je nach Situation mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen.
„Wer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fährt, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in erhebliche Gefahr. Gerade an Einmündungen und Grundstückszufahrten können Radfahrende dadurch leicht übersehen werden. Wir möchten deshalb für dieses Risiko sensibilisieren und mit gezielten Hinweisen im Straßenraum zu einem sicheren Miteinander beitragen“, betont Dirk Büschke, Radverkehrsbeauftragter der Stadtverwaltung Erfurt.
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