Lange Nacht der Wissenschaften: 19 Stationen in Erfurt

Wie entsteht ein Großgenerator, was kann ein Operationsroboter und wie wird aus Sand ein Mikrochip? Antworten darauf gibt die Lange Nacht der Wissenschaften am Freitag, 6. November 2026. Von 18 bis 24 Uhr laden 30 Akteure an 19 Stationen zu rund 190 Veranstaltungen in Erfurt ein. Der Eintritt ist frei.
Das Programm richtet sich an Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche und Erwachsene. Es umfasst Experimente, Führungen und Mitmachangebote aus Forschung, Technik, Medizin und Kultur. Gegliedert ist die Lange Nacht in die Quartiere Erfurt-Nord, Erfurt-Mitte und Erfurt-Südost.
Energie, Mobilität und Medizin im Norden
Im Siemens Energy Generatorenwerk geht es um die Entstehung von Großgeneratoren. Bei TO ZERO electric vehicles wird gezeigt, wie ein Bus mit Verbrennungsmotor zum Elektrofahrzeug wird. Im Helios Klinikum Erfurt stehen unter anderem der Operationsroboter da Vinci, moderne Diagnostik und medizinische Verfahren auf dem Programm. Besucherinnen und Besucher können ihr Kuscheltier röntgen lassen oder bei „Instant Aging“ erleben, wie sich das Alter anfühlen kann. Führungen führen auch in sonst nicht öffentlich zugängliche Bereiche.
An der Universität Erfurt geht es um Themen wie Künstliche Intelligenz, Medien, Migration und menschliche Entscheidungsfindung. Im ErfurtLab gibt es praktische Experimente; außerdem ist ein Einblick in unterirdische Bereiche der Universitätsbibliothek vorgesehen.
Schiene, Stadt und Kultur in der Mitte
Die Fachhochschule Erfurt widmet sich unter anderem der Eisenbahn, nachhaltigem Bauen, Robotik und der geplanten Stadtbahnlinie 9. Offene Labore bieten Einblicke in Wasserbau, Lehmforschung, CNC-Technik und Informatik. Die Deutsche Bahn stellt moderne Schienentechnik und Infrastruktur vor; auch Sensorik, digitale Anwendungen und eine „Gartenbahn“ gehören zum Angebot.
Weitere Stationen führen in unterirdische Fernwärmekanäle der SWE Energie GmbH und zu einem Schweißroboter bei Metallbau Zacher. In der Kleinen Synagoge werden die aktuellen archäologischen Grabungen am Rathausparkplatz vorgestellt. Im Theater Erfurt können Gäste eine Bühnenprobe von „Die Fledermaus“ erleben und anschließend bei einer Technikführung hinter die Kulissen schauen. Die Funke Medien Thüringen GmbH gibt Einblicke in den Einsatz Künstlicher Intelligenz im journalistischen Alltag. Auch die Technische Universität Ilmenau beteiligt sich mit interaktiven Angeboten zu Energiewende, Mobilität, virtuellen Waldwelten und der Weltexterner Link, öffnet ein neues Fenster des Allerkleinsten.
Mikrochips und Zukunftstechnologien im Südosten
Bei Melexis lässt sich der Weg vom Sand zum Mikrochip nachvollziehen. X-FAB gibt Einblicke in Halbleiterproduktion und technische Labore; Themen sind unter anderem Sensoren und der Bau einer neuen Halbleiterfabrik in Erfurt. Das Fraunhofer-Zentrum Erfurt zeigt Forschung zu Quanten, Sensorik und moderner Diagnostik – von Quantencomputern und hochsicherer Kommunikation bis zu einem Chip, der menschliche Organe simuliert.
Das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik stellt Anwendungen von Atemgasanalyse bis Wärmebildtechnik vor. Beim IMMS können Besucherinnen und Besucher unter anderem erste Schritte im Coding ausprobieren. Der TÜV Thüringen macht Sicherheitsforschung mit Wärmebildkameras, VR-Brillen, Rauschbrillen, Logikspielen und einem Überschlagssimulator erlebbar.
Das vollständige Programm mit Veranstaltungsorten und Hinweisen zu möglichen Anmeldungen steht unter www.wissenschaftsnacht.erfurt.de. Für einige Programmpunkte ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Kurzfristige Änderungen sind möglich.
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