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Umwelt

Innovative Trocknungsanlage für die Feuerwehr Leinefelde-Worbis

Modernisierung unterstützt Gesundheit, Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Schutzkleidung

Von Redaktion Leinefelde-Worbis09.04.25, 11:40

Menschen im Artikel

ML
Mirko Lipinski
TO
Tobias Otto
SR
Silvio Rosenthal
JA
Johannes Apel
FH
Florian Hartung
ND
Niklas Dietrich
TR
Thomas Raabe
JR
Jan Riese

Die Stadt Leinefelde-Worbis hat am 9. April 2025 in den Räumen der Ortsfeuerwehr eine moderne Trocknungsanlage offiziell in Betrieb genommen. Damit setzt die Feuerwehr einen wichtigen Schritt in Richtung Effizienz, Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie Nachhaltigkeit. Die Maßnahme ist nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern auch ein Bekenntnis zu zeitgemäßer Infrastruktur und professionellem Einsatzwesen.

Modernisierung und Investition für den Brandschutz

Für die neue Ausstattung wurden insgesamt rund 55.000 Euro investiert. Davon stammten 50.000 Euro aus einer Förderung des Freistaats Thüringen, während die Stadt Leinefelde-Worbis den verbleibenden Anteil selbst übernommen hat. Die finanzielle Unterstützung von Kommune und Land unterstreicht die Bedeutung der Investition für den Bevölkerungsschutz.

Technische Ausstattung: Waschmaschine und Trockenschränke

Im Mittelpunkt steht eine speziell für Feuerwehrzwecke zugeschnittene Waschmaschine mit einem maximalen Ladevolumen von 24 Kilogramm. Damit lassen sich bis zu vier komplette Garnituren an Schutzkleidung in einem Durchgang reinigen. Die Pflegeprogramme schonen die hochwertigen Materialien und verlängern deren Lebensdauer. Nach der Reinigung sorgen zwei geräumige Trockenschränke für eine schnelle, materialschonende Trocknung – ganz unabhängig vom Wetter oder der Jahreszeit.

Kurz erklärtTrockenschrank

Ein Trockenschrank ist ein spezielles Gerät, das Textilien durch kontrollierte Luftzirkulation und Temperatur schonend trocknet. Im Feuerwehrbereich werden darin nasse Einsatzkleidung und Ausrüstungsgegenstände energieeffizient getrocknet.

Gesundheitsschutz durch moderne Absauganlage

Ein weiteres zentrales Element der neuen Infrastruktur ist die Absauganlage. Sie filtert Dämpfe und Schadstoffe, die beim Öffnen der Waschmaschine im Reinigungsprozess entstehen, und leitet sie aus dem Raum ab. Dies verbessert die Arbeitsumgebung erheblich und sorgt für zusätzlichen Gesundheitsschutz für die Feuerwehrkräfte.

Vorteile für Einsatzbereitschaft und Logistik

Vor der Inbetriebnahme der neuen Anlage mussten verschmutzte Schutzanzüge zur Reinigung in das externe Heiligenstadt transportiert werden – ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess. Künftig ist es möglich, die Schutzkleidung direkt vor Ort zu waschen, zu trocknen und nahezu umgehend wieder bereitzustellen. Das spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern erhöht auch die Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr.

Feierliche Inbetriebnahme mit regionalen Vertretern

Die Präsentation der neuen Technik fand in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Landkreis, Stadt und Feuerwehrleitung statt. Begrüßt wurden die Neuerungen durch den Ordnungsamtsleiter und Persönlichkeiten wie den Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski, Fachbereichsleiter Tobias Otto, Stadtbrandmeister Dominik, Gerätewarte Silvio Rosenthal und Johannes Apel sowie Leinefeldes Wehrführer Florian Hartung und die Stadtmitarbeiter Niklas Dietrich und Thomas Raabe.

Dank für Förderung und Unterstützung

Jan Riese bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung des Landes Thüringen und des Landkreises Eichsfeld. Ohne diese Förderungen wäre das Projekt in der heutigen Form nicht zu realisieren gewesen.

Perspektive: Zentrale Anlaufstelle für die Region

Die Stadtverwaltung plant, die neue Wasch- und Trocknungsanlage künftig auch Feuerwehrleuten außerhalb des Stadtgebiets zugänglich zu machen – gegen eine Gebühr. Damit wird ein Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zu moderner Feuerwehrarbeit geleistet.

Nachhaltigkeit: Photovoltaik und Energiemanagement

Ein großer Teil des Strombedarfs für die Anlage wird klimafreundlich über eine 25 kWp Photovoltaikanlage auf dem Dach der Feuerwehr gedeckt. Ergänzend dazu sorgt ein 20-Kilowatt-Stromspeicher dafür, dass überschüssige Energie gespeichert und bedarfsgerecht eingesetzt wird. Dies ist ein weiteres Beispiel für die nachhaltige Aufstellung der Feuerwehrinfrastruktur in Leinefelde-Worbis.

Kurz erklärtPhotovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Sie besteht aus Solarzellen, die auf Gebäudedächern installiert werden, um umweltfreundliche Energie zu gewinnen.

Fazit: Mehr Sicherheit und Komfort für die Einsatzkräfte

Mit der neuen Trocknungsanlage verbessert die Feuerwehr Leinefelde-Worbis ihre Einsatzfähigkeit, den Gesundheitsschutz und die Nachhaltigkeit gleichermaßen. Die Investition stärkt nicht nur die lokalen Feuerwehrstrukturen, sondern sendet auch ein Signal für zukunftsweisende, verantwortungsbewusste Feuerwehrarbeit in der gesamten Region.

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