Photovoltaikanlage auf dem Schmöllner Rathausdach in Betrieb

Schmölln hat auf dem Rathaus-Garagendach eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher in Betrieb genommen. Sie soll jährlich rund 6.300 Euro Stromkosten sparen.

Von Redaktion Schmölln1 Min. Lesezeit
Photovoltaikanlage auf dem Garagendach im Innenhof des Schmöllner Rathauses.

Foto: Stadtverwaltung Schmölln

Foto: Stadtverwaltung Schmölln

Auf dem Garagendach im Innenhof des Schmöllner Rathauses ist eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher in Betrieb genommen worden. Die Installation dauerte eine Woche. Der Vergabebeschluss des Technischen Ausschusses lag zu diesem Zeitpunkt rund einen Monat zurück.

Die Anlage hat eine Leistung von 21,8 Kilowattpeak, der Speicher fasst 27,9 Kilowattstunden. Der erzeugte Strom soll vorrangig direkt im Rathaus verbraucht werden, auch für das Laden der städtischen Elektrofahrzeuge.

Der jährliche Stromverbrauch des Rathauses einschließlich der Fahrzeugladung liegt bei rund 60.000 Kilowattstunden. Eine Simulation auf Grundlage der Verbrauchsdaten aus dem Jahr 2024 und der Ertragswerte einer vergleichbaren Anlage prognostiziert eine jährliche Stromerzeugung von rund 23.000 Kilowattstunden. Davon könnten etwa 20.500 Kilowattstunden vor Ort genutzt und rund 2.500 Kilowattstunden ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Die Stadt rechnet mit einer jährlichen Einsparung von etwa 6.300 Euro. Die tatsächlichen Werte können je nach Wetter und Stromverbrauch abweichen. Für die Anlage einschließlich Speicher beträgt die prognostizierte Amortisationszeit rund 5,2 Jahre. Eine bedarfsgerechte Steuerung der Ladevorgänge der Elektroautos könnte die Wirtschaftlichkeit verbessern, wenn dadurch mehr Solarstrom direkt genutzt wird.

Angestoßen wurde das Projekt vom Schmöllner Energiemanager Marcel Seiler, der seit Ende 2024 bei der Stadtverwaltung tätig ist. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Auswertung des Energieverbrauchs städtischer Gebäude und die Entwicklung von Maßnahmen zur Energieeinsparung.

Bürgermeister Sven Schrade sagte: „Mit der neuen Anlage leisten wir einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Energiewende vor Ort. Wir investieren bewusst in unsere eigenen städtischen Gebäude, um langfristig Energiekosten zu senken und unsere Ressourcen effizienter zu nutzen. Gerade als Kommune sollten wir die Möglichkeiten, die sich uns bieten, konsequent ausschöpfen“.

Seiler bezeichnete die Anlage als Beispiel dafür, wie Energiemanagement Einsparpotenziale in praktische Maßnahmen umsetzen könne.

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