Residenzschloss Saalfeld beim Tag des Offenen Denkmals

Führungen durch historische Räume und barocke Ausstattung sowie der Blick vom Schlossturm auf Saalfeld

Schlossturm des Residenzschlosses Saalfeld am Tag des Offenen Denkmals, von außen aufgenommen.
Foto: kreis-slf.de

Saalfeld. Das Residenzschloss Saalfeld war am Tag des Offenen Denkmals erneut Teil des Programms und zog zahlreiche Besucher an. Neben der barocken Ausstattung stand vor allem eine Führung durch die historischen Räume im Mittelpunkt, die einen Einblick in die ehemalige Behausung der Herzöge gab.

Obwohl das Wetter eher durchwachsen war, kamen viele Gäste in das Residenzschloss. Bereits im Schlosshof wurden sie von Auszubildenden des Landratsamtes empfangen. Die Organisation und Durchführung lagen bei Mitarbeitern des Denkmalschutzes sowie des Presse- und Kulturamtes.

Zu sehen waren unter anderem die Schlosskapelle, das verzierte Treppenhaus, originale Reste von Mauern und Torbögen, das ehemalige Teezimmer der Herzogin und das Landratsbüro. Für viele Besucher war der rund 45 Meter hohe Schlossturm das besondere Highlight. Das sonst geschlossene Bauwerk war anlässlich des Denkmaltages zugänglich und konnte in kleinen Gruppen betreten werden.

Von der Aussichtsplattform bot sich ein weiter Blick über Saalfeld und die Umgebung bis hin zur Burg Greifenstein, der einzigen Königsburg Thüringens. Wer den Ausblick genießen wollte, musste zuvor 144 Stufen bewältigen.

Ein Besucher aus Bayreuth interessierte sich besonders für die Geschichte des Residenzschlosses und erhielt dazu Unterstützung von den Mitarbeitern vor Ort. Am Ende der Besichtigung konnten sich die Gäste zudem einen von acht verschiedenen Stickern für ihren Flyer zum Denkmaltag mitgeben lassen, je nachdem, welche der teilnehmenden Einrichtungen sie besucht hatten. Viele nahmen den Sticker als Erinnerung mit.

Abseits des Denkmaltags erinnerte die Mitteilung daran, dass Saalfeld vor 200 Jahren, im Jahr 1826, seine Zugehörigkeit zum bisherigen Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld verlor. Nach dem Tod von Herzog Friedrichs IV. im Jahr 1825 und dem daraus folgenden Erbstreit unter den verwandten Häusern wurde der Saalfelder Landesteil durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen vom 12. November 1826 neu geordnet. Er fiel an Sachsen-Meiningen, während Herzog Ernst I. im Gegenzug das Herzogtum Gotha erhielt. Aus Sachsen-Coburg-Saalfeld wurde damit das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.

Die Mitteilung verweist außerdem darauf, dass die Nachfahren der Coburger Herzöge, die auf vielen europäischen Thronen zu finden sind, eigentlich Saalfelder seien. Als Stammvater dieser Linien wird Herzog Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld genannt.

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