Jena wirbt für ruhigere Einkaufs- und Aufenthaltsorte

Gedimmtes Licht, weniger Hintergrundgeräusche oder eine ruhigere Umgebung: Mit der Kampagne «Leise lädt ein» möchten die Stadt Jena und ihre Partner Geschäfte und öffentliche Einrichtungen dazu bewegen, das Konzept der «Stillen Stunde» aufzugreifen.
Die «Stille Stunde» umfasst Maßnahmen, die Reize verringern und Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen oder besonderer Reizempfindlichkeit den Zugang zu Angeboten erleichtern können. So kann beispielsweise für eine bestimmte Zeit auf Hintergrundmusik verzichtet und das Licht gedimmt werden. Auch andere unkomplizierte Veränderungen können helfen. Davon können ebenso Menschen profitieren, die sich schlicht eine ruhigere Umgebung wünschen.
Das Thema stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Ernst-Abbe-Bücherei. Andrea Kowallik vom Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena gab einen fachlichen Einblick. Betroffene berichteten von ihren Erfahrungen, Gewerbetreibende stellten praktische Ansätze vor. Moderiert wurde der Austausch von Dr. Julia Fischer.
Hintergrund sind unter anderem mögliche Barrieren durch grelles Licht, Lärm, Warteschlangen oder intensive Gerüche. Solche Reize können für manche Menschen den Besuch eines Geschäfts, Restaurants oder einer öffentlichen Einrichtung erschweren.
Gewerbetreibende und Einrichtungen, die Fragen oder Anregungen zur «Stillen Stunde» haben, können sich an [email protected] wenden.
Das MitmachFORUM Jena ist eine gemeinsame Initiative der Friedrich-Schiller-Universität und der Stadt Jena. Seit 2025 bringt es Bürgerinnen und Bürger mit Forschenden zusammen, um aktuelle Themen zu diskutieren und Ideen für Stadt und Region zu entwickeln.
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